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Wahlprogramm des Bürgerforums Würzburg für die Stadtratswahlen 2014 - unser Handlungsplan:

1. Schulen

Schulen sind ein äußerst wichtiges Element städtischer Lebenskultur und Zukunft. Nur in sicheren und ansprechenden Schulen finden Schüler und Lehrer angenehme Lernbedingungen, wissen wir unsere Kinder gut aufgehoben. Die zügige Sanierung der Schulen muss oberste Priorität haben. Hierzu ist es zwingend notwendig, dass die Stadt zeitnah sachgerecht Mittel bereitstellt.

2. Zukunft des Frankenhallenareals

Wir sehen, dass für die Frankenhalle durchaus verschiedene Möglichkeiten da sind, diese aber die Stadt Würzburg finanziell überfordern oder andere wichtige Projekte dafür gestrichen werden müssten (z.B. Schul- und Brückensanierung). Daher setzen wir uns dafür ein, eine denkmalsschutzgerechte Lösung zu suchen. Hierzu haben wir bereits verschiedene Kontakte aufgebaut, eine für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Würzburg erfreuliche Lösung zu finden. Sobald hierzu belastbare Informationen vorliegen, werden wir die Öffentlichkeit zeitnah informieren.

3. Verkehr in Würzburg

a) Parkraumbewirtschaftung verbessern: Formal stehen über die Parkhäuser genug innenstadtnahe Parkplätze zur Verfügung, faktisch werden diese nicht ange­nommen, da sie für ältere Autofahrer unübersichtlich sind, aus Sicht vieler Frauen zum Teil Gefahren bergen und insgesamt zu verwinkelt (enge Kurven, zu enge Parkplätze) sind; hierzu müssen ergänzend mehr ebenerdige Park­möglichkeiten ausgewiesen werden. Wir verweisen hierzu auf Modelle in Erlangen oder Wien, auf deren Erfahrungen wir rasch und fundiert aufbauen können. Näheres zur elektronischen Parkraumbewirtschaftung erfahren Sie unter anderem auf folgenden Websites:

  • Erlangen bitte hier klicken
  • Wien bitte hier klicken

Eine übermäßige Erhöhung der Parkgebühren wird nicht die abstoßende Situation in den Parkhäusern verbessern. Vielmehr werden sie den Einkaufstourismus aus der Innenstadt vertreiben, z.B. in die Outlet-Center nach Rottendorf oder Wertheim Village.

Ergänzend schlagen wir vor, durch sinnvoll platzierte Park+Ride-Angebote an Einfallspunkten der Stadt, die Besucher und Kunden des Handels ein bequemes und attraktives Einpendeln in die Stadt anzubieten.

b) Ein kluges Verkehrskonzept nutzt die Gegebenheiten der Stadt (d.h. viele Stadtteile, gewachsene Bausubstanz, typische Verkehrswege), um allen Bürgern die optimale Wahl ihres Verkehrsmittels zu erlauben. Gute Verkehrsführung für Autofahrer, öffentlichen Nahverkehr und Fahrradfahrer sowie Fußgänger müssen sich nicht ausschließen – im Gegenteil: Wir sind uns sicher, dass hier eine sorgfältige Weiterentwicklung des Verkehrskonzeptes allen Interessen gerecht wird. Dazu kann auch Car-Sharing gehören und auch das - bereits erwähnte - verstärkte Angebot von Park+Ride-Plätzen für den außerstädtischen Einkaufsverkehr. Hierzu schlagen wir konkret drei P+R Parkhäuser an zentralen Zufahrtsstellen Würzburgs vor.

Ergänzend sollte eine  „Neue östliche Straßenbahntrasse“ zur Straßenbahnanbindung des Gewerbegebiets Schweinfurter Straße mit der Veranstaltungshalle sowie dem Hauptfriedhof erfolgen. Dies kann aus unserer Sicht preiswerter und verkehrsgünstiger erfolgen, als die bisher geplante Linienführung der Hubland-Straßenbahn. Zumindest muss die Fahrtrasse der Linie 6 ins Hubland nochmals auf Sinnhaftigkeit und Verträglichkeit mit dem Stadtbild geprüft werden.

4. Stärkung der Marktattraktivität des Standortes Würzburg

Würzburg muss ein attraktiver Einkaufsort und Wirtschaftsstandort bleiben. Wir erzielen dies:

a) Bezogen auf den Einzelhandel durch ein nachhaltiges „buy local“-Konzept (Verknüpfung des stationären Einzelhandels mit durchdachten Online-Plattformen: „Lass den Click in Deiner Stadt“), durch ein attraktives Einkaufs- und Erlebniszentrums auf dem Mozart-Areal unter Einbezug örtlicher Unternehmer, durch eine sorgfältige Weiterentwicklung des Stadtbildes als ansprechender Rahmen, durch Ausweisung geeigneter Gewerbeflächen und durch Verbindung des Einzelhandels mit Tourismuskonzepten, und durch die Verknüpfung mit einem intelligenten Verkehrskonzept für Handelskunden.

b) Bezogen auf Gewerbe und Unternehmen in Würzburg, durch den Ausweis attraktiver Gewerbeflächen und deren Entwicklung sowie durch das Angebot von Innovationszentren und Ausgründungen aus den Hochschulen.

5. Entwicklung des Fremdenverkehrs

Entwicklung des Fremdenverkehrs, insbesondere der Schiffstouristen, z.B. durch historisierende Begrüßungen (Kilian, Riemenschneider und Balthasar Neumann in historischen Kostümen), erlebnis-, kultur- und shoppingorientierte Stadtpläne und vorsichtige Entwicklung innenstadtnaher Anlegeplätze; sowie des Fahrradtourismus, durch Optimierung der tourismusgerechten Radwege und durch verstärkte Einrichtung von Fahrradgaragen, damit Fahrradtouristen in Ruhe die Stadt besichtigen und die Gastronomie genießen können; ergänzend „Tourismus-Tickets“ nach dem Vorbild Hamburg. Das Bürgerforum fordert dies bereits seit über 10 Jahren, ohne dass dies von den anderen Parteien und Wählergruppierungen aufgenommen wurde.

6. Das historische Zentrum der Stadt

Das historische Zentrum der Stadt ist ein wesentliches Kapital für Einheimische und Fremdenverkehr. Es ist unter Beibehalt der Stadtbildkommission sorgfältig zu pflegen und weiterzuentwickeln. Baumaßnahmen müssen immer unter dem Aspekt geplant werden, wie sich Bürger und Gäste weiterhin in unserer Stadt wohlfühlen.

7. Der Breitensport

Der Breitensport in Würzburg muss gefördert werden. Er ist ein wichtiges Element dafür, dass Bürger gesund bleiben, dass sie ihre Kinder fördern können und damit auch Studierende und Zuzügler schneller bei uns Fuß fassen. Dazu wollen wir die Sportvereine finanziell und durch ansprechende Sportstätten fördern.

8. Der Kulturstandort Würzburg

Der Kulturstandort Würzburg kann durch zielgerichtete Investitionen weiter entwickelt werden. Sachgerechte Förderung von kulturellen Initiativen zählt für uns ebenso dazu wie das Angebot attraktiver Veranstaltungsstätten, ein qualitativ gutes 3-Sparten-Theater oder die Stärkung der Mozart-Festspiele – unser kulturelles Aushängeschild Nummer 1.

Wir unterstützen eine unverzügliche Theaterrenovierung mit Ausweichstätte. Dies ist aus unserer Sicht für Theater und Besucher besser als eine Renovierung während des laufenden Betriebs. Hier hat der Kulturreferent seit 2 Jahren den Auftrag vom Bürgerforum eine Ausweichstätte zu suchen. 

9. Würzburg ist eine junge und kluge Stadt

Wir haben sehr viele und sehr breite Ausbildungsmöglichkeiten, durch Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen, Fach­schulen und Hochschulen. Wir wollen, dass sich Studierende  und Auszubildende bei uns wohl fühlen und auch nach Abschluss von Ausbildung und Studium bei uns bleiben können, durch Förderung von Arbeitsplätzen und Existenz­gründungen, aber auch durch bezahlbaren Wohnraum.

10. Der Stadtteil Hubland

Der Stadtteil Hubland bietet der Stadt sehr interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Durch ein kluges Bebauungskonzept und eine sinnvolle Anbindung mit Straßen (Siligmüllerbrücke) und Straßenbahn können wir helfen, ein für alle Generationen attraktives Stadtviertel zu schaffen. Die Landesgartenschau 2018 er­möglicht uns, den Naherholungswert und die Anmutungsqualität auf ein hohes Niveau zu bringen und gleichzeitig die bereits vorhandenen Angebote (z.B. Missio-Krankenhaus und Kinderklinik) noch stärker an die Stadt anzubinden.

11. Die Städtepartnerschaften

Die Städtepartnerschaften Würzburgs wollen wir inhaltlich beleben, als Basis für internationale Begegnung, Verständigung und Frieden. Dazu wollen wir Bürgerreisen sowie die Möglichkeiten zu wechselseitigen Praktika, Schüler- und Studenten­austausch  verstärken.

Bürgerforum Würzburg e. V.
Vorsitzende 
Charlotte Schloßareck 
Tel. 09 31 - 5 00 90              
cs@buergerforum-wuerzburg.de

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